Monday, March 31, 2014

Michael Grabner

Michael René Grabner (* 5. Oktober 1987 in Villach) ist ein österreichischer Eishockeyspieler, der seit Oktober 2010 bei den New York Islandersaus der National Hockey League unter Vertrag steht.


Karriere[Bearbeiten]

Grabner begann seine Karriere beim EC VSV, wo er in der Saison 2003/04 im Alter von nur 16 Jahren in der Kampfmannschaft debütierte. In derselben Saison spielte er für Österreich bei der U18-Weltmeisterschaft. Nach dieser Saison wechselte er zu den Spokane Chiefs in die Western Hockey League.

Grabner im Trikot der Vancouver Canucks
Zwar verpasste er mit seiner Mannschaft in beiden bisherigen Saisons die Playoffs der WHL, trotzdem konnte er speziell in der Saison 2005/06, wo er in 67 Spielen 36 Tore und 14 Assists verbuchte, die NHL-Beobachter auf sich aufmerksam machen. Mit Platz 15 im Nordamerika-Ranking war er das aussichtsreichste österreichische Talent im NHL Entry Draft 2006 und wurde in der ersten Runde als Nummer 14 von den Vancouver Canucks gezogen. In seinem ersten Vorbereitungsspiel für die Canucks, erzielte er auch gleich ein Tor. Nach einer Saison bei den Spokane Chiefs stand Grabner 2007 wieder im Trainings-Camp der Vancouver Canucks. Beim 4:0 in einem Vorbereitungsspiel gegen die Calgary Flames am 19. September 2007 steuerte Grabner einen Treffer und einen Assist bei und wurde zum zweitbesten Spieler des Abends gewählt.
Nach guten Leistungen beim Farmteam wurde Grabner am 14. Oktober 2009 in den Kader der Vancouver Canucks berufen, wo er den verletztenschwedischen Flügelspieler Daniel Sedin ersetzen sollte. Genau eine Woche später erzielte er aus einer Powerplay-Situation heraus seinen ersten Treffer in der NHL. Der gegnerische Torwart Antti Niemi war dabei chancenlos; das Spiel endete in einem 3:2-Sieg über die Chicago Blackhawks. Nur Tage danach erzielte er seinen zweiten NHL-Treffer, als er sein Team beim 2:0-Sieg über die Edmonton Oilers in Führung schoss. Anfang November erlitt er beim Aufwärmen vor dem Spiel gegen die Atlanta Thrashers einen Knöchelbruch, der ihn zu einer mehrwöchigen Pause zwang. Nach der Verletzung musste er erneut ins Farmteam nach Manitoba, bis er schließlich Mitte März wieder in den NHL-Kader berufen wurde. Den ersten NHL-Hattrick seiner Karriere erzielte er dann beim 5:4-Sieg der Canucks nach Penaltyschießen in Anaheim am 2. April 2010. Seinen ersten Playoff-Treffer in der NHL erzielte er am 1. Mai 2010 beim 5:1-Erfolg bei den Chicago Blackhawks.
Nach der Saison 2009/10 wechselte Grabner im Zuge eines Tauschgeschäfts zu den Florida Panthers. Nach den Vorbereitungsspielen wurde er jedoch aus dem NHL-Team gestellt und zu Floridas Farmteam, den Rochester Americans, in die American Hockey League gesendet. Noch bevor er in das Kontingent aufgenommen wurde, nutzte General Manager Garth Snow die Chance, den Flügelstürmer noch vor Ablauf der Waiver-Frist in seinen Kader der New York Islanders zu holen. Somit ist Michael Grabner seit der Saison 2010/11 bei den New York Islanders verpflichtet. In seiner Rookiesaisonwusste er zu überzeugen und war mit 34 Toren bester Torschütze unter den Rookies. Im Saisonverlauf hatte er sechs Unterzahltore erzielt, dies waren die zweitmeisten in dieser Spielzeit nach Frans Nielsen (7). Grabner war mit 52 Punkten insgesamt viertbester Scorer der Islanders, die abermals die Teilnahme an den Playoffs verpassten. Nach Abschluss der regulären Saison wurde der Österreicher gemeinsam mit Logan Couture und Jeff Skinner für die Calder Memorial Trophy nominiert.
Im Mai 2011 verlängerte Grabner seinen Kontrakt bei den New York Islanders um fünf Jahre bis Ende Juni 2016.

Erfolge und Auszeichnungen

International

Michael Grabner

Michael René Grabner (* 5 Oktober 1987 in Villach) ist ein österreichischer Eishockeyspieler, der seit Oktober 2010 bei den New York Islandersaus der National Hockey League unter Vertrag steht.

Karriere

Grabner begann seine Karriere beim EC VSV, wo er in der Saison 2003/04 im Alter von nur 16 Jahren in der Kampfmannschaft debütierte. In derselben Saison spielte er für Österreich bei der U18-Weltmeisterschaft. Nach dieser Saison wechselte er zu den Spokane Chiefs in die Western Hockey League.

Grabner im Trikot der Vancouver Canucks
Zwar verpasste er mit seiner Mannschaft in beiden bisherigen Saisons die Playoffs der WHL, trotzdem konnte er speziell in der Saison 2005/06, wo er in 67 Spielen 36 Tore und 14 Assists verbuchte, die NHL-Beobachter auf sich aufmerksam machen. Mit Platz 15 im Nordamerika-Ranking war er das aussichtsreichste österreichische Talent im NHL Entry Draft 2006 und wurde in der ersten Runde als Nummer 14 von den Vancouver Canucks gezogen. In seinem ersten Vorbereitungsspiel für die Canucks, erzielte er auch gleich ein Tor. Nach einer Saison bei den Spokane Chiefs stand Grabner 2007 wieder im Trainings-Camp der Vancouver Canucks. Beim 4:0 in einem Vorbereitungsspiel gegen die Calgary Flames am 19. September 2007 steuerte Grabner einen Treffer und einen Assist bei und wurde zum zweitbesten Spieler des Abends gewählt.
Nach guten Leistungen beim Farmteam wurde Grabner am 14. Oktober 2009 in den Kader der Vancouver Canucks berufen, wo er den verletztenschwedischen Flügelspieler Daniel Sedin ersetzen sollte. Genau eine Woche später erzielte er aus einer Powerplay-Situation heraus seinen ersten Treffer in der NHL. Der gegnerische Torwart Antti Niemi war dabei chancenlos; das Spiel endete in einem 3:2-Sieg über die Chicago Blackhawks. Nur Tage danach erzielte er seinen zweiten NHL-Treffer, als er sein Team beim 2:0-Sieg über die Edmonton Oilers in Führung schoss. Anfang November erlitt er beim Aufwärmen vor dem Spiel gegen die Atlanta Thrashers einen Knöchelbruch, der ihn zu einer mehrwöchigen Pause zwang. Nach der Verletzung musste er erneut ins Farmteam nach Manitoba, bis er schließlich Mitte März wieder in den NHL-Kader berufen wurde. Den ersten NHL-Hattrick seiner Karriere erzielte er dann beim 5:4-Sieg der Canucks nach Penaltyschießen in Anaheim am 2. April 2010. Seinen ersten Playoff-Treffer in der NHL erzielte er am 1. Mai 2010 beim 5:1-Erfolg bei den Chicago Blackhawks.
Nach der Saison 2009/10 wechselte Grabner im Zuge eines Tauschgeschäfts zu den Florida Panthers. Nach den Vorbereitungsspielen wurde er jedoch aus dem NHL-Team gestellt und zu Floridas Farmteam, den Rochester Americans, in die American Hockey League gesendet. Noch bevor er in das Kontingent aufgenommen wurde, nutzte General Manager Garth Snow die Chance, den Flügelstürmer noch vor Ablauf der Waiver-Frist in seinen Kader der New York Islanders zu holen. Somit ist Michael Grabner seit der Saison 2010/11 bei den New York Islanders verpflichtet. In seiner Rookiesaisonwusste er zu überzeugen und war mit 34 Toren bester Torschütze unter den Rookies. Im Saisonverlauf hatte er sechs Unterzahltore erzielt, dies waren die zweitmeisten in dieser Spielzeit nach Frans Nielsen (7). Grabner war mit 52 Punkten insgesamt viertbester Scorer der Islanders, die abermals die Teilnahme an den Playoffs verpassten. Nach Abschluss der regulären Saison wurde der Österreicher gemeinsam mit Logan Couture und Jeff Skinner für die Calder Memorial Trophy nominiert.
Im Mai 2011 verlängerte Grabner seinen Kontrakt bei den New York Islanders um fünf Jahre bis Ende Juni 2016.

Erfolge und Auszeichnungen

International

Thursday, March 27, 2014

Thomas Vanek

Thomas Vanek (* 19. Jänner 1984 in Baden) ist ein österreichischer Eishockeyspieler, der seit März 2014 für die Canadiens de Montréal in derNational Hockey League spielt. Im Jahr 2007 war er Österreichs Sportler des Jahres. Er ist der bestbezahlte Sportler Österreichs und war 2007 mitunter der am besten verdienende Eishockeyspieler der Welt.

Karriere

Vanek kam zwei Jahre nach der Flucht seiner Eltern aus der Tschechoslowakei (sein Vater ist Tscheche, seine Mutter Slowakin) in Baden zur Welt. Er ist in Zell am See (Salzburg) und in Graz (Steiermark) aufgewachsen, wo sein Vater, der tschechische Eishockeyspieler Zdeněk Vanek, engagiert war. Dieser trainierte bis November 2005 in Graz den Nachwuchs der EC Graz 99ers. Zdeněk spielt selbst noch aktiv und mit Begeisterung in der NHL-Graz (einer steirischen Hobbyliga) bei den Dolphins.
1998 wanderte er, damals 14-jährig, in die USA aus. In Nordamerika begann seine Karriere im Team der Sioux Falls O'Gorman Highschool (Sioux Falls Stampede) in der Juniorenliga USHL. Sein bestes Jahr dort war das letzte, als der 188 cm große Flügelstürmer in 53 Partien 46 Tore und 91 Punkte machte. Damit war er bester Torschütze und drittbester Vorlagengeber der gesamten Liga. Seine Vereinskarriere ging 2002 als erster Europäer bei der University of Minnesota weiter. In seinen zwei Jahren machte er 113 Scorerpunkte. Er wurde der 73. Spieler der Universität, der dort die 100-Punkte-Marke erreichte. Beim NHL Entry Draft 2003 wurde er von den Buffalo Sabres in der ersten Runde an fünfter Stelle gezogen. In der Saison 2004/05 spielte er bei den Rochester Americans (AHL), wo er 73 Punkte in 79 Spielen verzeichnete und im Grunddurchgang den zweiten Platz in der Punkteliste belegte.
In der Saison 2005/2006 absolvierte er 81 von 82 Spiele im Grunddurchgang für die Buffalo Sabres und erzielte 25 Tore und 23 Assists. In den Play-Offs erreichte Buffalo das Conference-Finale, Vanek wurde aber des Öfteren nicht in den Kader aufgenommen und kam so nur auf 10 Einsätze, bei denen er zwei Tore erzielte. Sein Tor am 28. April 2006 gegen die Philadelphia Flyers ist gleichzeitig auch das erste von einem Österreicher erzielte NHL-Playoff-Tor.
Im Grunddurchgang der Saison 2006/2007 gewann Vanek als erster Österreicher und als erster Sabre seit 1980 den NHL Plus/Minus Award mit +47 in 82 Spielen. Mit 43 Toren im Grunddurchgang schaffte er es in dieser Statistik auf den fünften Rang und war damit bester Torschütze seines Teams. Zudem stellte er mit den Sabres den Startrekord der Toronto Maple Leafsvon 1993 mit zehn Siegen in den ersten zehn Spielen ein. Am 9. Dezember 2006 entschied er das Spiel seiner Sabres gegen die Montreal Canadiens im Shootout, in dem er den Torhüter der Canadiens mit einem Schlagschuss bezwang. Er war erst der zweite Spieler nach Brian Rolston, dem dies gelang.
Vanek und sein Team starteten gut in die Playoffs und eliminierten in der ersten Runde die New York Islanders mit 4:1. Er verbuchte dabei zwei Tore und zwei Assists. Im Conference Halbfinale gegen die New York Rangers erzielte er insgesamt drei Tore, zwei davon im ersten Spiel sowie das Siegestor im zweiten Spiel. Die Sabres gewannen die Serie mit 4:2.
Im Conference Finale spielten die Sabres gegen die Ottawa Senators. Die Kanadier gewannen die Serie mit 4:1. Thomas Vanek konnte dabei zwei Assists und ein Tor erzielen.
Im Juli 2007 wurde Vanek ein Restricted Free Agent und erhielt ein Angebot von den Edmonton Oilers, die ihm 50 Millionen US-Dollar für sieben Jahre boten. Buffalo zog aber mit dem Angebot der Oilers gleich und konnte Vanek somit halten, andernfalls hätte Buffalo von den Oilers vier Erstrunden-Draftpicks als Entschädigung erhalten. Dadurch ist Thomas Vanek der bestbezahlte Sportler Österreichs.
Thomas Vanek führt laut der Spielergewerkschaft NHLPA gemeinsam mit Daniel Brière und Scott Gomez die Gehalts-Rangliste an und war somit zum Zeitpunkt der Vertragsunterzeichnung der bestverdienende Eishockeyspieler der Welt. Im Oktober 2007 wurde er als erster Eishockeyspieler zum österreichischen Sportler des Jahres gewählt.
Am 12. Februar 2008 gelang ihm im Spiel bei den Ottawa Senators sein erster Hattrick in der NHL. In der gleichen Saison gelangen ihm noch zwei Hattricks gegen Tampa Bay Lightning und einer im letzten Spiel gegen die Boston Bruins. Trotzdem verpassten die Sabres das Play-Off. Aufgrund des frühzeitigen Ausscheidens war es Vanek zum ersten Mal seit 2005, als er an der Qualifikation für das Olympiaturnier 2006 teilnahm, möglich, für die Österreichische Nationalmannschaft aufzulaufen. Er nahm an der Eishockey-Weltmeisterschaft (Division I) in Innsbruck teil, wo er mit dem Team den Wiederaufstieg in den A-Pool schaffte.
Vanek schoss am 13. Dezember 2008 im Auswärtsspiel gegen die New Jersey Devils nach 70 Sekunden das 10.000 NHL-Tor in der Clubgeschichte der Buffalo Sabres.[2]
Am 7. Februar 2009, beim Auswärtsspiel gegen die Ottawa Senators, bekam Vanek bei einem Schlagschuss des Ottawa-Verteidigers Anton Volchenkov den Puck ins Gesicht und brach sich dabei den Kiefer. Für Vanek war es die erste schwerwiegende Verletzung in seiner NHL-Laufbahn. Trotz der Verletzung gelang es ihm, die Saison als bester Power-Play-Torschütze (20 Tore) der NHL zu beenden. Seit seiner Rückkehr aufs Eis spielte Vanek mit einem Spezialvisier-Helm.
Nachdem die Sabres die Play-offs verpassten, löste Vanek sein wie jedes Jahr gegebenes Versprechen ein, in diesem Fall für die Nationalmannschaft zu spielen und trat bei derWeltmeisterschaft in der Schweiz an. Dort konnte er aber nicht verhindern, dass das Team Austria in die Relegationsrunde musste und dort trotz zweier Siege den Klassenerhalt nicht schaffte. Da einer der sportlichen Absteiger Deutschland war, das als Ausrichter der nächsten Weltmeisterschaft automatisch qualifiziert war, musste Österreich in die Division I absteigen.
Am 9. Juli 2010 wurde Vanek bei einem Besuch in Zell am See vom Vizebürgermeister eine Ehrentafel für seine für die Stadt erbrachten Leistungen übergeben. Die Tafel wird am Tor der Sieger an der Zeller Eishalle befestigt.[3]
Im ersten Spiel der Saison 2012/13 gelangen ihm zum ersten Mal in seiner NHL-Karriere 5 Punkte in einem Spiel, diese Punkteleistung wiederholte er ein paar Tage später gegen die Boston Bruins.
Zur Saison 2013/14 wurde Thomas Vanek von Headcoach Ron Rolston als erster Österreicher in der NHL-Geschichte zum Kapitain einer NHL-Mannschaft ernannt, er führte dieses Amt in Heimspielen aus, in Auswärtsspielen übernahm Steve Ott diese Rolle.
Nach nur zwei Siegen in den ersten 13 Partien wurde Vanek innerhalb der NHL an die New York Islanders abgegeben. Der Wechsel hatte sich auch aufgrund seines nur noch bis Sommer 2014 laufenden Vertrags seit der letzten Trade-Deadline abgezeichnet. Die Buffalo Sabres erhielten im Gegenzug für Vanek den Angreifer Matt Moulson, sowie einen Erstrunden-Draftpick für 2014 und einen Zweitrunden-Pick für 2015.[4] Bei den Islanders spielte er hauptsächlich gemeinsam mit John Tavares und Kyle Okposo in der ersten Reihe und erzielte so 44 Punkte in 47 Spielen.
Wenige Minuten vor der Trade Deadline wurde Vanek am 5. März 2014 zu den Canadiens de Montréal transferiert, die dafür Sebastian Collberg und unter bestimmten Bedingungen ein Zweitrunden-Wahlrecht im NHL Entry Draft 2014 an die Islanders abgaben.[5] Vanek hatte zuvor eine Vertragsverlängerungen bei den Islanders ausgeschlagen und wäre nach der Saison als Free Agent nicht mehr an die Islanders gebunden gewesen.

International

Schon im Jahr 2001 wurde Vanek ins österreichische Team für die Junioren-Weltmeisterschaft 2001 berufen, wo er gleich zum besten Stürmer gewählt wurde. Er nahm danach auch an den Junioren-Weltmeisterschaften 2003 (die im Dezember 2002 stattfand und bei der Österreich den Aufstieg in die höchste Klasse schaffte) und 2004 teil.[6] Gleichzeitig folgte im Jahr 2004 auch sein erster Auftritt bei einer A-Weltmeisterschaft in der Österreichischen Nationalmannschaft.

Sonstiges

Im November 2009 gab Thomas Vanek auf seiner Homepage bekannt, dass er mit dem AAA-Jugendteam ITR 26ers eine eigene Nachwuchsmannschaft gegründet hat.[7] Das Team soll inMinneapolis beheimatet sein und jugendlichen Nachwuchsspielern die Möglichkeit geben, in den trainingsfreien Sommermonaten von April bis September, ihre Fähigkeiten zu verbessern.

Wednesday, March 26, 2014

Olaf Kolzig

Olaf Kölzig (* 6. April 1970 in JohannesburgSüdafrika) ist ein ehemaliger deutscher Eishockeytorwart, der von 1990 bis 2009 für die Washington CapitalsTampa Bay Lightning und Toronto Maple Leafs in der National Hockey League spielte. Kölzig ist einer der wenigen Spieler der NHL, die südlich des Äquators geboren wurden.

Karriere[Bearbeiten]

In Südafrika als Sohn deutscher Eltern geboren, zog die Familie Kölzig 1973 nach Kanada. Olaf Kölzig begann dort seine Karriere 1986 in der unterklassigen Juniorenliga British Columbia Junior Hockey League, ehe er in der Saison 1987/88 erstmals für die New Westminster Bruins in der erstklassigen Western Hockey League zum Einsatz kam. Das Team siedelte im Sommer 1988 um und benannte sich in Tri-City Americans. Kölzig teilte sich den Posten als Stammtorhüter mit dem zwei Jahre älteren Frank Furlan, konnte aber bessere Leistungen zeigen, woraufhin er im NHL Entry Draft 1989 von den Washington Capitals in der ersten Runde an Position 19 ausgewählt wurde.
Er kam auch gleich zu Beginn der Saison 1989/90 zu seinen ersten zwei NHL-Einsätzen, musste jedoch zwei Niederlagen und insgesamt zwölf Gegentore hinnehmen, woraufhin er vorerst wieder zu den Tri-City Americans geschickt wurde. Im Sommer 1990 verließ er endgültig die WHL und spielte in folgenden zwei Saisons bei den Hampton Roads Admirals in der East Coast Hockey League und den Baltimore Skipjacks in derAmerican Hockey League, die beide als Farmteams der Capitals fungierten.
1992/93 kam Kölzig wieder in der NHL zum Einsatz, jedoch nur für 20 Minuten. Stattdessen übernahm er in der AHL bei den Rochester Americansdie Position des Stammtorhüters, mit denen er bis ins Finale der Playoffs um den Calder Cup einzog, dort jedoch an den Cape Breton Oilersscheiterte.
Zu Beginn der Saison 1993/94 gehörte Kölzig schließlich zum Stammkader von Washington, zog sich aber kurz darauf eine Knieverletzung zu und fiel über einem Monat aus. Nach seiner Rückkehr spielte er wieder in der AHL für das neue Farmteam der Capitals, den Portland Pirates. Zusammen mit Byron Dafoe sorgte er dafür, dass die Pirates das Team mit den wenigsten Gegentreffern in der Liga wurden. Beide erhielten dafür den Harry „Hap“ Holmes Memorial Award. Kölzig war bereits der zweite deutsche Torhüter, dem diese Auszeichnung verliehen wurde, nach Karl Friesen im Spieljahr 1985/86. In den Playoffs führte Kölzig das Team bis ins Finale und während er im Vorjahr noch mit den Rochester Americans verlor, gewann er diesmal den Calder Cup mit den Pirates und wurde zudem mit der Jack A. Butterfield Trophy als wertvollster Spieler der Endrunde ausgezeichnet.
Auf Grund seiner guten Leistungen wurde Kölzig zur Saison 1994/95 erneut in den NHL-Kader der Capitals geholt, jedoch musste der Saisonstart wegen des Lockout um drei Monate verschoben werden. Kölzig bildete zusammen mit dem 20-jährigen Stammtorhüter Jim Carey das Torhütergespann der Mannschaft und kam in der auf 48 Spiele verkürzten Spielzeit auf 14 Einsätze. In den Playoffs zeigte Carey in der ersten Runde Schwächen, sodass Kölzig zum Zuge kam, aber die Erstrunden-Niederlage nicht abwenden konnte.
In der folgenden Spielzeit war Jim Carey wieder die unumstrittene Nummer eins der Capitals und wurde als bester Torhüter der NHL mit der Vezina Trophy ausgezeichnet. Kölzig als Backup wurde nur 18 Mal eingesetzt. Doch wie im Vorjahr konnte der jüngere Carey in den Playoffs erneut die Erwartungen nicht erfüllen und Kölzig ersetzte ihn wieder. Trotz guter Leistungen konnte er aber erneut das Ausscheiden in der ersten Runde nicht verhindern. Trotzdem blieb Carey in der darauf folgenden Saison weiterhin Stammtorhüter der Capitals, ehe er im März 1997 zu den Boston Bruins transferiert wurde. Doch anstatt Kölzig zur Nummer eins zu machen, setzte die Mannschaft für den Rest der Saison auf den erfahreneren Bill Ranford, der für Carey aus Boston gekommen war.
Olaf Kölzig im Tor der Washington Capitals
In der Saison 1997/98 konnte sich Kölzig, auch bedingt durch mehrere Verletzungspausen von Ranford, als Stammtorhüter in Washington etablieren und führte die Capitals nach der erfolglosen Vorsaison wieder in die Playoffs. Dort wurde er zum wichtigen Rückhalt der Mannschaft, spielte zwei Mal in Folge zu Null gegen die Ottawa Senators in der zweiten Runde und ebnete den Weg ins Finale durch einen weiteren Shutoutgegen die Buffalo Sabres, wodurch die Capitals eine 3–1-Führung erreichten, die sie nicht mehr abgaben. Im Stanley-Cup-Finale konnten sie jedoch gegen die Detroit Red Wings kein Spiel gewinnen. Zwar ließ Kölzig in zwei Spielen jeweils nur zwei Gegentore zu, doch konnte die Offensive der Capitals diese Chance nicht nutzen und die Red Wings konnten ihren Titel verteidigen.
Nach dem erfolgreichsten Jahr der Franchisegeschichte konnte die Mannschaft aber in der folgenden Saison nicht an die Leistungen anknüpfen. Zwar spielte Kölzig erneut eine solide Saison, jedoch reichten seine 26 Siege bei 64 Einsätzen nicht zur Qualifikation für die Playoffs. In der Saison 1999/2000 kehrten die Capitals wieder in die Erfolgsspur zurück und Olaf Kölzig spielte die beste Saison seiner Karriere. Von 73 Ligaspielen konnte er 41 gewinnen und gehörte auch mit einem Gegentordurchschnitt von 2,24 zur Spitze der Liga. Für seine Leistungen wurde im Anschluss an die Saison mit der Vezina Trophy als bester Torhüter der NHL ausgezeichnet.
Kölzig entwickelte sich in Washington zum Star und konnte die folgende Saison mit einem ähnlich guten Ergebnis abschließen, in der Saison 2001/02 verpassten die Capitals allerdings die Playoffs. Im Jahr darauf kehrten sie wieder in die Endrunde zurück, doch wie schon bei den letzten zwei Teilnahmen kamen sie nicht über die erste Runde hinaus. Die Saison 2003/04 sollte sich zu einem Desaster für die Capitals entwickeln. Kölzig konnte nur 19 seiner 63 Spiele gewinnen und das Management transferierte Leistungsträger, wie Robert LangJaromír JágrPeter Bondra und Sergei Gontschar zu anderen Mannschaften, sodass das Team noch mehr geschwächt wurde. Am Ende der Spielzeit lagen die Capitals auf dem drittletzten Platz der NHL mit dem schlechtesten Saisonergebnis seit 25 Jahren.
Olaf Kölzig, der für die deutsche Nationalmannschaft bei mehreren internationalen Turnieren im Einsatz war, aber nie in einer deutschen Liga gespielt hatte, nutzte den Ausfall der NHL-Saison 2004/05, um erstmals für eine Mannschaft im Heimatland seiner Eltern zu spielen. Im Februar 2005 unterschrieb Kölzig bei den Eisbären Berlin aus der DEL einen Vertrag und gewann mit ihnen die Deutsche Meisterschaft, kam jedoch in der Finalserie wegen einer Verletzung nicht zum Einsatz.
Olaf Kölzig im Training
Im Sommer 2005 kehrte er nach Nordamerika zurück und bildete zusammen mit Brent Johnson das Torhütergespann der Capitals, die durch den Jungstar Alexander Owetschkin verstärkt wurden. Kölzig war weiterhin Stammtorhüter der Mannschaft, spielte aber eine der schlechtesten Spielzeiten seiner Karriere und erreichte den schlechtesten Gegentordurchschnitt seitdem er die Nummer eins in Washington wurde. Zudem kassierte die Mannschaft die zweitmeisten Gegentore in der regulären Saison. Auch 2006/07 fand Kölzig nicht zu alter Konstanz zurück und Washington stellte erneut eine der schlechtesten Defensivabteilungen der Liga.
2007/08 spielte er wieder eine bessere Saison, gewann 25 seiner 54 Spiele, wurde aber in zweifacher Hinsicht in Washington abgelöst. Galt Kölzig in den vergangenen Jahren als das „Gesicht“ des Franchise, so nahm Alexander Owetschkin, der bester Scorer und Torschütze der Saison wurde, diesen Platz ein. Zudem wurde Ende Februar 2008 mit Cristobal Huet ein neuer Torhüter verpflichtet, der die Washington Capitals zum ersten Mal seit fünf Jahren wieder in die Playoffs führte. Immerhin konnte Kölzig während den wenigen Einsätzen, die er seit der Verpflichtung von Huet nur noch bekam, einen wichtigen Meilenstein erreichen, als er am 12. März 2008 als 23. Torhüter der NHL-Geschichte seinen 300. Sieg feiern konnte.
Nachdem Kölzig während den Playoffs nicht mehr zum Einsatz kam, erklärte er Anfang Mai 2008, dass er zur Saison 2008/09 nicht mehr zu den Capitals zurückkehren wird und ließ eine Entscheidung über die Fortsetzung seiner Karriere vorerst offen. Am 1. Juli entschied er sich seine Karriere bei den Tampa Bay Lightning fortzusetzen, wo er einen Vertrag unterschrieb. Dort konnte er sich jedoch nicht gegen seinen jüngeren Konkurrenten Mike Smith durchsetzen und kam nur in acht Spielen zum Einsatz, in denen er hinter den Erwartungen zurückblieb. Ende Januar 2009 wurde ein Sehnenriss im Bizeps festgestellt, sodass Kölzig für den Rest der Saison ausfiel. Trotzdem wurde er Anfang März in einem Transfergeschäft zu den Toronto Maple Leafs geschickt. Am Ende der Saison erhielt der gebürtige Südafrikaner keinen neuen Vertrag, woraufhin die Spielergewerkschaft National Hockey League Players’ Association am 23. September 2009 in seinem Auftrag seinen Rücktritt vom aktiven Sport bekannt gab.[1]
Seit 2005 ist Olaf Kölzig zusammen mit dem ehemaligen Eishockeyspieler Stu Barnes und dem Unternehmer Dennis Loman Besitzer der Tri-City Americans, seinem Team aus Juniorenzeiten, aus der kanadischen Juniorenliga WHL. Nach seinem Karriereende will er sich mehr in die Arbeit des Vereins einbinden, z.B. als Torwarttrainer.

International[Bearbeiten]

1989 gehörte Kölzig zum Auswahlkader der kanadischen Junioren-Nationalmannschaft, eine Teilnahme an der Junioren-Weltmeisterschaft wurde ihm aber kurz vor Beginn des Turniers verwehrt, da er über einen deutschen und keinen kanadischen Pass verfügte.[2] Zwar wurde Olaf Kölzig in Südafrika geboren und wuchs in Kanada auf, seine deutsche Staatsangehörigkeit hatte er aber behalten. Erst durch eine Unterhaltung zwischen Kölzig und dem deutschen Nationalspieler Stefan Ustorf, während ihrer gemeinsamen Zeit in der Organisation der Washington Capitals Mitte der neunziger Jahre, wurde der Deutsche Eishockey-Bund auf Kölzig aufmerksam.[2] Dies ermöglichte ihm für die deutsche Nationalmannschaft zu spielen und beim World Cup of Hockey 1996 gab er sein Debüt im Nationaltrikot. Neben Einsätzen bei den Weltmeisterschaft 1997 und 2004 trat er auch bei den Olympischen Winterspielen 1998 und 2006 an. Insgesamt bestritt Kölzig 18 Länderspiele für Deutschland bei internationalen Turnieren.

Soziales Engagement[Bearbeiten]

Anerkennung im Umfeld der Washington Capitals sowie in der NHL erhielt Kölzig vor allem wegen seines sozialem Engagements. Auf Grund der Autismuserkrankung seines Sohnes gründete er die Carson Kolzig Foundation for Youth Autism und war neben seinem früheren Mannschaftskamerad und Freund Byron Dafoe sowie dem ehemaligen NHL-Spieler Scott Mellanby Mitbegründer von Athletes Against Autism. Beide Einrichtungen setzen sich für die Erforschung des Autismus und die Behandlung autistischer Kinder ein.
In seiner Zeit in Washington unterstützte Kölzig zudem das örtliche Kinderkrankenhaus durch das in Zusammenarbeit mit dem DJ Elliot Segal geschaffene Ollie & Elliot’s Great Save Program, wodurch Golf- und Tennisturniere für Prominente ausgerichtet wurden, deren Einnahmen dem Kinderkrankenhaus zuflossen. Außerdem spendete Kölzig für jeden gehaltenen Schuss einen Dollar, 50 Dollar für jeden Sieg, 100 US-Dollar für jeden Shutout und 25 US-Dollar für jeden Punkt, den die Washington Capitals erreichen. Der Teameigentümer der Capitals, Ted Leonsis, verdoppelte den zusammengekommenen Betrag.
Für seinen wohltätigen Einsatz wurde Kölzig bereits 2001 mit dem NHL Foundation Player Award ausgezeichnet und erhielt für sein soziales Engagement und seine Führungsqualitäten 2006 dieKing Clancy Memorial Trophy von der NHL verliehen.